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16. November 2011

St.Moritz – Ein Überblick

Filed under: Allgemein — Sandy @ 12:04

Die, international als Kur- und Urlaubsort bekannte, Gemeinde St.Moritz untersteht dem Schweizer Kanton Graubünden. Gut 1.800 Meter über dem Meeresspiegel gelegen besteht sie aus den Ortsteilen St.Moritz-Dorf, St.Moritz-Bad, Suvretta sowie der Hälfte von Champfér (durch einen Bach geteilt gehört die andere Hälfte zu der Gemeinde Silvaplana). Lokale Heilquellen sowie v.a. die malerische alpine Lage eingerahmt von den beiden 3.000er Bergen Piz Nair (3.056 Meter) und Piz Güglia (3.380 Meter) gelegen am Ufer der Engadiner Seenplatte (bestehend aus dem St.Moritzer-, Champfér-, Silvaplaner- und Silser-See) erklärt die ganzjährige touristische Erschließung dieser Gemeinde.

Ursprünglich wurde hier Puter, ein bünderromanischer Dialekt, gesprochen, welcher jedoch mittlerweile von der deutschen sowie der italienischen Sprache verdrängt wurde. Namenspate und zugleich Schutzheiliger ist der Heilige Mauritius. Ihn findet man auch im Wappen der Gemeinde wieder. Architektonisch ragt – im wahrsten Sinne des Wortes – der Schiefe Turm der ehemaligen Mauritiuskirche hervor.

Durch die lokalen Heilquellen begann die touristische Erschließung als Kurort bereits 1856 mit der Eröffnung des Kulm Hotel. Dem Hotel sollten schnell weitere folgen (Hotel St.Moritz) und den wirtschaftlichen Aufstieg des Ortes forcieren. Hand in Hand mit der touristischen Erschließung wuchs auch die Einwohnerzahl. Mittlerweile zählt die Gemeinde etwa 5.000 permanente Einwohner. Saisonal im Tourismus Arbeitende dürften die Anzahl jedoch temporär locker verdoppeln. Bereits acht Jahre nach der Eröffnung des ersten Hotels öffnete sich die Gemeinde nicht nur den Kur- sondern auch ersten Wintersportgästen. Als weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Touristen-Hotspot diente die, 1904 erfolgte, Anbindung an das schweizerische Eisenbahnnetz. Fortan war die Gemeinde wetterunabhängig besser zu erreichen. Unmittelbar an den Ortskern grenzt das größte zusammenhängende Skigebiet der Schweiz (Corviglia-Marguns-Piz Nair). Es bietet den Wintersportlern 350 Pistenkilometer erschlossen durch 20 Liftanlagen. Durch die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 1928 sowie 1948 erlebte St.Moritz eine weitere Aufwertung als Wintersportdomizil. Zudem erhielt mit diesen sportlichen Großereignissen mondänes, kosmopolitisches Flair Einzug. Dem dörflichen Charakter zum Trotz fühlt sich der Gast hier am Nabel der Welt.

Was die Cote d’Azur für den Sommer ist St.Moritz mittlerweile für den Winter: hier treffen sich die Reichen, Berühmten und Schönen zum Sehen und Gesehen werden. Der internationale Jetset erhielt Einzug in eine ursprünglich beschauliche Schweizer Gemeinde. Entsprechend viele exklusive Luxushotels, Restaurants und Boutiquen, den höchsten Ansprüchen genügend, siedelten sich hier an.

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